Der Garten

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Vielfalt im Vogelsberggarten

Der Vogelsberggarten ist – wie eine Patin so treffend sagt- „eine gepflegte Wildnis“ Er ist ein lebendiges Bild der verschwindenden Vogelsberger ländlichen Kulturlandschaft. Um diese und die dort lebenden Pflanzen und Tiere dem Besucher nahe zu bringen, haben wir Themenbeete / landschaften geschaffen. Darüber hinaus dient er als Erhaltungs- und Verbreitungsort für die selten gewordene heimischen (autochthone) Pflanzen und Tiere.
Er liegt rund um den Schlossberg von Ulrichstein, der auch durch seinen Weitblick, Offenheit und Energie die Besucher fesselt.

Borstgrasweide

Das Borstgrasweide/rasen Beet

Dies ist die nährstoffärmste Wiese, dort wachsen mehr als 200 verschiedene Pflanzen und ist damit eminent wichtig für einheimische Insekten. Wir mähen deshalb einmal jährlich und lassen eventuell Schafe nachbeweiden, um möglichst wenig „Dünger“ einzubringen (auf einer „modernen“ Wiese gibt es nur noch unter 20 Pflanzensorten).

Die Wegraine

Die Wegraine

Sie werden selten und stückchenweise gemäht, so dass die Pflanzen, die nährstoffarme Böden bevorzugen, blühen und fruchten können. Damit sich keine Nährstoffe anreichen, wird das Mähgut entfernt, so haben hier ganz spezielle Reptilien, Insekten und Vögel ihr zuhause.

Das Goldhafer-Beet

Reicher an Nährstoffen als der Borstgrasrasen hier wachsen bis zu 260 verschiedene Pflanzen. Auch hier mähen wir einmal jährlich, lassen regelmäßig nachbeweiden. Der Bewuchs ist kniehoch mit Labkräutern, Arnika, Apis und Ruchgras.

Glatthaferbeet

Das Glatthaferbeet

Angelegt als Beet-Terrasse ist sie der nährstoffreichste Wiesen-Typ des Mittelgebirges. Die Pflanzen sind sehr hochwüchsig und nicht in so vielen Arten wie in den anderen Wiesentypen. Hier wachsen Kerbel, Löwenzahn, Hahnenfuß, Klee, Spitzwegerich, Frauenmantel und Wiesen-Bärenklau.

Das Heilkräuterbeet

Das Heilkräuterbeet

Angelegt nach dem ursprünglichen historischen Beet, beinhaltet es auch die Pflanzen, die dem damaligen Adel als Geschenke überreicht wurden. Hier finden Sie das historische Heilwissen seit dem 12. Jahrhundert.

hochstauden

Die montanen Hochstauden

Sie leben die Hochlagen der Mittelgebirge und auch Halbschatten. Hier sehen Sie die Wappenblume des Vogelsberg, die Türkenbundlilie, wie auch viele Eisenhüte und Fingerhüte.

Hundsrosen

Unsere Wild- oder Hundsrosen

Wir zeigen Ihnen die 6 wichtigsten einheimischen Sorten, denn auf sie gehen fast alle modernen Gartenrosen zurück. Sie sind nicht nur wunderschön, als Tee, Öl oder Marmelade werden ihre Hagebutten auch von Menschen verzehrt.

Sukzessionswald

Der Sukzessionswald

Dieser junge Wald auf dem Weg vom Museum zur Burg ist ein guter Totholz- und dadurch Humusbildner. Er bietet den Farmen und Frühblühern (Lerchensporn (Corydalis), Aronstab, Seidelbast und viele andere Halbschatten und Vollschattenpflanzen) ein ideales zuhause.
Diese sukzessive Entwicklung führt vom (gestörten) Ausgangsstadium über verschiedene Zwischenstadien im Laufe vieler Jahrzehnte zu einer stabilen natürliche Waldgemeinschaft.

Habichtskräuter

Hier haben wir viele verschiedene Habichtskräuter und Glockenblumen zusammen gepflanzt. Sie können Mausohren, nackte und behaarte Habichtskräuter finden. Sonst findet man sie auf Trockenrasen, an Wegen und Rainen und in lichten Wäldern.
Im Hintergrund des Beetes stehen Haferschlehen oder Kriechen-Pflaume (Prunus domestica subsp. insititia), die Mährische Vogelbeere (Sorbus aucuparia var. Moravica) alle beide ideal für Marmeladen oder als Heilpflanze, sowie ein Wacholderstauch (für Gewürze).

acker vogelsberggarten

Der „Acker“

Wir bewirtschaften ihn in klassischer Zwei-Felder-Wirtschaft in Kooperation mit der Grundschule. Wir wechseln jeweils auf der Hälfte des Ackers zwischen Kartoffeln (Hackfrucht) alten Kohlsorten, essbaren Kürbissen und auf der anderen Seite Emmer, Einkorn, Dinkel, Langhalm-Roggen, Weizen stark durchwachsen von unseren teilweise sehr seltenen Acker-Wildkräutern, so dass unser Acker einen eigenen Artikel in dem Buch „110 besondere Äcker Hessens“ bekommen hat.

Der Bauerngarten

Nachempfunden klassischer Bauerngärten und Nutzgarten-Anlagen um 1900 ist er ein Schmuckstück in seiner Kombination aus Blumen, Gemüse, Salate, und Kräuter – kein Industrie-Garten, sondern ein Stück lebendige Geschichte mit Vögeln, Insekten, Raupen und Regenwürmer. Zwischendurch finden Sie auch Erdbeeren, Stachelbeeren und Himbeeren.
Manchmal findet sich auch ein nicht typisch Vogelsberger „Kraut“, wie Rucola oder Zucchini.

Insektenweide

Hier verlassen wir die typischen Mittelgebirgspflanzen Hessens und bieten dem Auge des Besuchers aber vor allem unzähligen Insekten viele verschiedene Blühpflanzen von Januar bis Ende Oktober. Holen Sie sich hier Inspiration für Ihren heimischen Balkon oder Garten.

Gehölz-Anzuchtbeet

Unsere Schule für seltene Sträucher und Bäume wie Ulmen, Kriechen-Pflaume, Wildbirne oder auch Holzbirne Pyrus pyraster im Volksmund Würgbirne genannt. Von hier aus gingen bereits Pflanzen in spezielle Biotope im Vogelsberg.

anzuchtbeet

An- und Nachzuchtbeete als Hochbeete

Wir sammeln Samen von seltenen und sehr seltenen Pflanzen im ganzen Vogelsberg, sehr viele davon „Verantwortungsarten der Region (FFH-Richtlinien)“, ziehen sie hier nach und „wildern“ sie wieder aus. Hochbeete erleichtern den Umgang mit hunderten von Keimlingen und bieten auch Schutz vor tierischen Pflanzenliebhaber.

An- und Nachzucht – Vermehrung

Der Sumpfmauerpfeffer unser heimlicher – unscheinbarer – Liebling. Auf einer Sandkastengroßen Fläche hegen und pflegen wir das größte Hessische Vorkommen dieser fast ausgestorbenen Pflanze im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde. Wenn er „groß geworden ist“ siedeln wir Pflanzen an andere Standorte unter professioneller Betreuung um.

Die Spendensäule für den Erhalt dieser und der anderen Pflanzen steht in unmittelbarer Nähe.

Streuobstwiese

Die Streuobstwiese, wie sie in den 1960ern noch üblich war, mit Apfel- und Birnbäumen, Hecken für die Vögel (die Läuse fressen) und Steinriegel für inzwischen leider seltene Eidechsen und Schlangen.

Kompost

Komposthaufen sind ein fester Bestandteil jedes naturnahen Gartens, sie schließen den Kreislauf aus Vergehen (Kompostierung) und Neubeginn (Düngung). Schon Aristoteles beschrieb 350 v.Chr. die „Humustheorie“ – Wir verwenden primär Kompost für unsere Düngung – Bei Starkzehrern auch abgelagerter Pferde / Eselmist.

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